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Mit, oder lieber ohne Gott?

Seit Menschengedenken glauben Leute an einen oder mehrere Götter. Nach außen war es sichtbar in verschiedenen Gebeten, Gesängen, Feiern, Ritualen und Opferungen. Wie weit es aus dem Herzen kam, war fraglich.

 

Dann, um das Jahr 1831, trat ein britischer Naturforscher, Charles Darwin, auf die Bühne der Weltgeschichte. Er veränderte mit seinem Werk – „Die Entstehung der Arten“ – das Weltbild der Menschen und die bis dahin kaum hinterfragte Schöpfungsgeschichte völlig. Zunehmend schnell nahmen Massen von Menschen diese neue Theorie freudig auf. So kam heraus, dass bei Vielen ihr Glaube an einen Schöpfer nicht echt war.

 

Was brachte dieser Naturforscher in seiner so anziehenden Lehre? Sein Ziel war, die Schöpfungslehre außer Kraft zu setzen und sie durch eine Evolutionstheorie zu ersetzen. Diese Theorie wollte beweisen, dass alles Bestehendes durch Zufall, nach Bedarf oder durch eine Selektion entstanden war. Hier muss deutlich gesagt werden, dass sich diese Theorie auf bestehende Gesetze der Natur beruft. Auch, dass die Evolution Millionen von Jahren dauerte.

 

Einige praktische Beispiele, um sich ein Bild über diese Theorie zu machen:

 

Obwohl eines von diesen Gesetzen, die Kausalität, besagt, dass es ohne Ursache keine Wirkung gibt, sollte es doch durch einen Zufall und ohne Ursache zu dem sogenannten Urknall gekommen sein, der die ganze Evolution in Gang gesetzt hat.

 

Durch einen Zufall präsentiert sich die ganze Natur, ohne jegliche Verbindung zueinander, in einer wunderschönen Symmetrie, sowohl in der Pflanzen- als auch in der Tierwelt.

 

Anfangs sollte sich der Mensch nur mühsam durch Hüpfen bewegen, denn er hatte nur ein Bein. Um das Bewegen leichter zu machen, entwickelte sich wegen des Bedarfs, in Millionen von Jahren ein gleich langes, zweites Bein; den Tieren sogar vier und mehrere.

 

Wegen nur einem Auge waren anfangs die Räumlichkeiten nur flach, in 2D zu sehen. Nach dem Bedarf der Evolution, Dinge plastisch, in 3D, zu sehen, sollte sich in Millionen von Jahren das zweite Auge entwickelt haben.

 

Da die Harnabfuhr keinen Schließmuskel hatte, waren ständig Millionen von Jahren die Beine mit dem Harnwasser nass und mit dessen Säure geätzt. Um aus dieser ekligen Situation heraus zu kommen, sollte sich in dieser langen Zeit ein Schließmuskel entwickelt haben.

 

Da das Blut auf dem Weg von den Füßen zurück zum Herzen, immer wieder nach unten floss, sollten sich in den Venen Klappen entwickelt haben, die ein Zurückfließen des Blutes verhindern. In Millionen von Jahren entstand, laut dieses Bedarfs, eine Blut-Einbahnstraße.

 

Weil bei einer Verletzung das Ausbluten drohte, sollten sich, in Millionen von Jahren, Blutplättchen entwickelt haben, die die Wunde schnell zuschließen.

 

In der natürlichen Selektion setzen sich die Starken durch, die Schwachen sterben aus. Auf diese Weise sollten sich aus den Reptilien die Vögel entwickelt haben.

 

Man könnte eine solche Auflistung unendlich lang und breit führen. Es ist offensichtlich, dass jegliche Billigung der Evolutionstheorie höchst unlogisch, sogar lächerlich ist, und nicht annehmbar. Um das zu begreifen und zu verstehen ist keine besondere Bildung erforderlich. Hier reicht "einfacher Verstand" aus. Umso mehr drängt sich die Frage auf, warum so viele Menschen, auch gebildete, an dieser Theorie hängen und sogar daran festhalten.

 

Mit dem Aufkommen der Evolutionstheorie konnten Viele aufatmen. Endlich waren sie frei von Angaben und Verpflichtungen irgendeines Gottes gegenüber, der sie geschaffen haben sollte. Wo Zufälle alles bestimmen, gibt es keine Gesetze und schon gar nicht moralische, die das freie Leben verhindern oder begrenzen; kein schlechtes Gewissen, das den Menschen verfolgen würde. Jeder Mensch ist sich selbst zum Gott, der bestimmt was für ihn gut oder schlecht ist. Der selbsteingeredete Evolutionsdrang steuert ihn sogar, über Leichen zu laufen. Ein Familienleben ist nur eine maschinenmäßige Institution in der edle Gefühle keine große sozial-ethische Berechtigung haben. Es ist in allem Ernst zu erwähnen, dass ein erstaunlich großer Glaube erforderlich ist, um auf eine Evolution zu beharren.

 

Wie völlig anders verhält sich die Sache mit dem Glauben an einen Schöpfer der Bibel. Obwohl kein Mensch bei der Entstehung der Dinge dabei war, ist dieser Glaube einfach, sachlich, vernunftgemäß und nachvollziehbar. Dieser Schöpfer-Gott offenbart sich nicht nur in den Wundern der gesamten Natur, sondern auch im persönlichen Leben jedes Einzelnen. Er ist sichtbar bei denen, die ihre Augen offenhalten, nach Gott fragen und Ihn suchen.

 

Besonders überzeugend sind die Lebenserfahrungen, die man mit Gott machen kann, wenn man will und dazu vertrauenswürdigen Mut hat. Unzählige Leute erzählen, schreiben sogar ganze Bücher von Erfahrungen, die die Existenz des Gottes der Bibel bestätigen. Hier drei Beispiele von solchen vielen Erfahrungen:

 

Für unseren Sohn sollte die Schule beginnen. Weil seine Geschwister schon längere Zeit die Schule besuchten, wusste er, wie ein Klassenzimmer aussieht. So hat er einen Wunsch geäußert - in der ersten Bank, am Tisch der Lehrerin, zu sitzen. Wir sagten ihn, er solle für seinen Wunsch beten. Das hat er auch getan. Als dann der Tag der Einschulung kam, nahm sich die Mutter vor, der Erfüllung des Wunsches nachzuhelfen. Sie gingen wesentlich früher hin, um den erwünschten Platz zu erbeuten.

 

Die Schule bestand dort aus vier einzelnstehenden, großen Gebäuden. Obwohl Mutter meinte, sich dort gut auszukennen, verliefen sie sich. Bis sie ankamen, war es schon nach dem Klingeln, die Korridore leer und es herrschte eine bedrückende Stille. Umso größer war die Unruhe bei Mutter und Sohn. Mit gemischten Gefühlen öffneten sie die Klassentür. Alle Plätze waren von den Kindern besetzt. Nur ein einziger Platz war frei: In der Bank am Tisch der Lehrerin. Nachher sagte die Mutter: „Der Herr hat meine Augen geblendet, um nicht zu meinen, man hätte den Platz auch ohne Gott erbeutet“.

 

Wegen urologischer Schmerzen und erhöhter Temperatur, war ich am Donnerstag beim Urologen. Nach einer oberflächlichen Untersuchung behauptete er, dass die Sache für eine Behandlung noch nicht reif genug sei, und daher bedarf es, bis zum Montag abzuwarten. Die Symptome verschlechterten sich rasch und das Fieber stieg auf über 39°C. Mehrmals bin ich zu Boden gefallen. Trotzdem, dass sich mein Zustand weiterhin verschlechterte, kam bei mir der Gedanke ins Krankenhaus zu fahren, nicht infrage.

 

Aber dann, am Samstag um 21:30 Uhr, klingelte bei uns das Telefon. Am Telefon war eine bekannte Ärztin, bei der ich, wegen Schlaflosigkeit, ein paar Wochen vorher als Patient war. Sie sagte, ich soll sofort den Rettungswagen anrufen und mich ins Krankenhaus einweisen lassen. Ich protestierte. Wiederholt und mit Nachdruck sagte sie: „Daniel, wenn du nicht sofort ins Krankenhaus kommst, stirbst du!“

 

Meine Frau rief den Krankenwagen an. Da ich auf eigenen Füßen nicht richtig stehen konnte, trugen mich die Sanitäter auf einem Krankenstuhl angebunden von unserem sechsten Stock ins Auto. (Der Aufzug war gerade im Umbau.)

 

Sofort wurde mir Blut abgenommen und kurz darauf auch eine akute Blutvergiftung festgestellt, ein sehr hoher PSA-Wert, (normal liegt er höchstens bei der Zahl 4; jetzt waren es 130) und auch ein sehr hoher CRP Wert, (normal liegt er zwischen 0 – 0,9, jetzt lag er bei 300). Unverzüglich bekam ich eine Infusion mit starkem Antibiotika und am nächsten Morgen in den Bauch eine Drainage, zum Abfluss des Urins.

 

Später sprach ich mit der oben genannten Ärztin über den Grund den sie hatte, mich so spät am Abend anzurufen? Sie wusste es nicht genau. Dann sagte sie: „Das war eine Eingebung!“ Ohne den Anruf dieser Ärztin wäre ich heute höchst wahrscheinlich nicht mehr am Leben. Dieser Gedanke verbindet sich mit einer Frage: Warum hat Gott mein Leben verlängert? In erster Linie ist dies eine Antwort auf meine Gebete, die ich an Ihn täglich richte. Einen weiteren Grund muss ich suchen!

 

Wir wohnten in einem alten Haus. Die Wohnung war kalt, ohne Zentralheizung und für uns, eine bald fünfköpfige Familie, viel zu klein. Wir machten uns auf die Suche nach einer besseren Wohnung und ließen uns beim Wohnungsamt vormerken. Aber da hieß es: „Geduld, Geduld!“ Die einzige Möglichkeit, so sagte man uns, bestünde darin, jemanden zu finden, dem bereits eine Wohnung zugeteilt worden sei, der aber bereit sei, mit uns zu tauschen.

 

Zu derselben Zeit wurde am Rande unserer Stadt ein neues, dreistöckiges Haus fertig gestellt und sollte bezogen werden. Das war für uns ein richtiges Traumhaus. Es war das letzte Gebäude einer großen Siedlung. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite begann eine herrliche, mit einigen zerstreuten Einfamilienhäusern versehene Landschaft. Besonders vom obersten dritten Stockwerk bot sich ein wunderschöner Blick über die ganze Gegend mit den Bergen im Hintergrund.

 

Obgleich wir wussten, dass in diesem Haus bereits alle Wohnungen vermietet waren, zog es uns immer wieder dorthin. Wir träumten davon, einmal eine solche Wohnung zu bekommen, aber die Wahrscheinlichkeit war sehr gering. Es war kaum anzunehmen, dass jemals der Mieter eines solch komfortablen, erstklassigen Domizils auf den Gedanken käme, sich von dort weg in einer zweitklassigen Behausung niederzulassen, also einen Wohnungstausch vorzunehmen. Wie schon oftmals, setzten wir auch diesmal unsere einzige Hoffnung in Gebeten auf unseren lieben Gott des Weltalls und auch unserer Erde.

 

Ganz unerwartet kam eines Tages ein unbekannter, älterer Mann zu uns. Er sagte, er habe beim Wohnungsamt vernommen, dass wir bereit wären, unsere Wohnung gegen eine größere zu tauschen. Er habe zwar eine gute Wohnung zugewiesen bekommen, aber Neubauten gegenüber sei er misstrauisch. Außerdem sei sie für ihn eigentlich etwas zu groß. Da ihm unsere Wohnung sehr gefiel, bat er uns inständig, mit ihm zu tauschen. Er bot uns sogar eine finanzielle Entschädigung für den Umzug an. Wir fragten ihn nach der Lage seiner Wohnung, die ihm zwar zugewiesen, von ihm aber noch nicht bezogen war. Sie befand sich im dritten Stockwerk unseres „Traumhauses“.

 

Als wir das hörten, dachten wir, wirklich zu träumen. Nach wenigen Tagen wohnten wir schon dort und waren überglücklich. Herz und Mund waren voll Freude und Dankbarkeit für das Geschenk Gottes, das uns wieder einmal zuteil geworden war.

 

Der Glaube an einen mächtigen Gott und Schöpfer lohnt sich sehr. Er schafft den genialen und edlen Sinn eines jeglichen Lebens. Ein Leben in solchen Glauben endet nicht in einer „Devolution“ - einem Abbau, wie er heute überall zu vernehmen ist, auch nicht in einem ewigen Grab.

 

Derselbe Schöpfer wird alles wieder in Takt bringen; die ganze Natur neu schaffen. In dieser Neuschöpfung hat jeder Mensch die große Chance dabei zu sein. Da in dieser neuen Welt Frieden und Gerechtigkeit herrschen werden, muss jeder zukünftige Bewohner schon vorher ein solches Leben führen lernen. Ohne Änderung des eigenen Charakters nach dem Willen Gottes, wird jeder diese Chance verspielen!