Hier sind wir!

„Wie groß sind deine Werke, o HERR, gewaltig tief sind deine Gedanken!“

 

Dieser Gedanke, aus Psalm Kapitel 92 Vers 6 bildet die Grundlage für den nachfolgenden Artikel. Hierzu laden wir Sie recht herzlich ein.

 

Die Schöpfung Gottes ist bis ins allerkleinste Detail wunderbar ausgedacht. Jedes Einzelteil hat einen tiefen Sinn und seine Aufgabe. Aus dem großen Schatz der Weisheit Gottes, mit der er alles schuf, werden hier zwei Beispiele zur Verdeutlichung herangezogen.

 

„Warum haben wir Augenbrauen?“

 

Drei mögliche Gründe können hierfür angeführt werden: Zum einen sind sie ein Schönheitsideal. Frauen malen die Augenbrauen nach, dort wo sie fehlen.

 

Zum anderen dienen die Augenbauen zum Schutz vor salzigem Schweiß oder Wasser, das sonst von der Stirn in die Augen fließen würde. Sie bilden eine Art Rinne, die das Wasser um die Augen herum ableitet.

 

Noch ein Grund könnte sein: Die Augenbrauen mit den Augen lassen die Identität eines Menschen erkennen. Wenn man in den Medien einen Menschen unkenntlich machen will, verdeckt man seine Augenbrauen samt den Augen.

 

Ein anderes Beispiel der durchdachten Schöpfung Gottes:

 

„Warum unterscheiden sich die Blumen so abwechslungsreich in Form, Farbe und Duft?“

 

Vor allem um die Welt bunt, herrlich und schön zu machen. Die Atemluft wird mit verschiedenen angenehmen Düften bereichert; und nicht zuletzt um Insekten, die auf den Blumen ihre Nahrung suchen, zu selektieren. Wenn diese Selektion nicht wäre, würden sich alle Arten von Insekten um die gleiche Blume drängen. Doch die Insekten suchen sich gemäß ihrer Art Blumen aus, auf die sie vom Schöpfer programmiert worden sind. Auf ihrer Nahrungssuche entscheidet Farbe, Form und Duft der einzelnen Blume.

 

„Wie gewaltig tief sind deine Gedanken, o HERR“

 

Auch die Anordnungen Gottes, die in der Bibel beschrieben werden, sind von großer Bedeutung und haben einen tiefen Sinn.

 

„Gedenke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten!“ lautet die Anordnung im vierten Gebot des Moralgesetzes Gottes. Zum Inhalt dieser Anordnung gehört die Sechs- Tage-Arbeitswoche und der siebente Tag, der Sabbat, als Ruhetag für den gläubigen Menschen und für jeden, der sich in seinem Haus befindet.

 

Kann der Samstag vergessen werden? Kaum, denn meist verhindert das der Kalender, den wir benutzen. Was man jedoch vergessen kann, ist die Vorbereitung auf diesen Tag des HERRN.

 

Was beinhaltet dieses vierte Gebot noch außer der Regelung, die das Arbeiten und Ruhen betrifft? Welchen tiefen und gewaltigen Gedanken des HERRN finden wir noch in diesem Gebot?

 

Der Sabbat führt neben dem Ausruhen von der täglichen Arbeit zu einer besonders engen Begegnung mit dem Schöpfer. Denn Er - Gott - bezeichnet die Sabbate als Seine heiligen Tage. Diese besondere Begegnung mit dem Schöpfer möchte diese Präsentation dem Betrachter nahe bringen.

 

Es ist allgemein Gepflogenheit, dass die Menschen sich bei einer Begegnung begrüßen. Egal in welchen Teilen der Welt, unter den zivilisierten, wie auch den Bewohnern in unkultivierten Gebieten der Erde, überall begrüßen und verabschieden sich die Menschen auf ihre Weise.

 

Das vierte Gebot endet mit den Worten: „Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn“ (2.Mo 20,11). So verbindet dieses Gebot den Sabbattag mit dem Schöpfungsakt. Im Weiteren wird hier auf einen Punkt der Schöpfung aufmerksam gemacht, der von weitreichender Bedeutung ist.

 

Um den Sabbat zeitlich richtig einzusetzen, muss erst geklärt werden, wann eigentlich ein Tag beginnt. Bevor ein neuer Tag beginnt, endet der voriger. Endet er mit dem Sonnenuntergang;  wenn die Hühner schlafen gehen; oder um Mitternacht? Uns interessiert in dieser Studie, die Tagesrechnung nach der biblischen Bestimmung.

 

Über jeden Schöpfungstag wird folgendes gesagt: „Und es wurde Abend, und es wurde Morgen - der erste, (zweite, dritte usw.) Tag.“ Demnach beginnt ein neuer 24-Stunden-Tag, nicht um Mitternacht, wie das in der Welt allgemein gilt, sondern mit dem Abend. So hat der erste Tag begonnen, auch der zweite, der sechste, der tausendste und auch der heutige Tag.

 

Wann fängt eigentlich ein Abend an? Obwohl das nicht ausdrücklich in der Bibel steht, gibt es dort mehre Stellen die darauf hindeuten, dass die Tage mit dem Sonnenuntergang gerechnet wurden. Z. B.: In Markus erstem Kapitel ab Vers 21 wird eine Begebenheit geschildert, die am Sabbat stattfand. Man kann diese Stelle als Definition des Abends verstehen. Dort lesen wir: „Nun kamen sie in die Stadt Kapernaum. Am nächsten Sabbat besuchte Jesus die Synagoge und sprach dort zu den Menschen.“ Diese Geschichte setzt sich fort im Vers 32, wo ein Hergang beschrieben ist, das sofort nach dem Sabbatschluss ablief. „Als es aber Abend geworden war und die Sonne unterging, brachten sie alle Leidenden und Besessenen zu ihm. ... und Jesus heilte sie alle.“ Dies hätten damalige Sabbathalter am Sabbat nicht getan.

 

So ist es offensichtlicht biblisch, dass jeder neue Tag – auch der Sabbat – der Tag des HERRN – mit dem Sonnenuntergang beginnt. Im 3.Mose 23,32 heißt es: „...vom Abend bis zum Abend, sollt ihr euren Sabbat feiern.“

 

„Loben sollen sie den Namen des HERRN! Denn er gebot, und sie waren geschaffen.“ heißt es im Psalm 148,5. Tatsächlich, nach dem Freitag, an dem der Mensch geschaffen wurde, folgte der Sabbat, ein heiliger Tag des HERRN, an dem alle Kreatur ihrem Schöpfer lobsingen soll.

 

Besonders der Mensch, der über die Tiere mit seinen höheren Verstand steht, hat manchen Grund zur ergreifenden Bewunderung des Schöpfers, wie einst der Adam bestimmt gemach hat, wenn er alle die aufsehenerregende Schönheit der Natur sah. Die ersten Menschen, Adam und Eva, konnten jedoch Gott nur Bewundern, denn sie hatten noch keine Erfahrungen mit Ihm gemacht. Heute soll noch beherzende Dankbarkeit dazukommen. Wer mit offenen Augen jeden Tag der Woche verfolgt und dann den Verlauf überprüft, hat bestimmt manchen Grund am Sabbat, bei der besonderen Begegnung mit Gott, Ihm, für all die Segnungen der vergangenen Woche, zu danken.

 

Was hat das alles mit dem Sonnenuntergang zu tun und wo liegt der gewaltige tiefe Gedanke Gottes in Bezug auf den Sabbatanfang?

 

Wenn am Freitag die Sonne untergeht und vorher alle notwendigen Einkäufe und Arbeiten samt des Kochens für den Sabbat, die Reinigung der Wohnung, sowie die persönliche Körperpflege erledigt wurden, beginnt ein treuer Sabbathalter feierlich den Sabbat. In gewisser Weise meldet er sich beim Schöpfer mit den Worten: „Hier bin ich!“ Er begegnet und begrüßt seinen HERRN mit Lobliedern, Danksagungen und mit der Bewunderung seiner Werke, mit denen er in der vergangenen Woche in Berührung gekommen ist. Für diese Begegnung lässt er sich genug Zeit. Besonders in einem Familienkreis kann diese Zeit als die schönste Zeit der Woche erlebt und gestaltet werden, die dann für immer in den Herzen der Kinder bleibt.

 

Etwas später vollzieht sich der gleiche Vorgang der Begrüßung bei denen, die etwas weiter westlich leben. Nach dem Sonnenuntergang preisen auch sie Gott mit Liedern, Gebeten und beschäftigen sich mit Gottes Wundern. Dann folgen mit diesem Lob Gottes immer weiter westwärts die Nächsten und Übernächsten, wenn in ihrem Aufenthaltsort die Sonne untergeht. Die treuen Sabbathalter schließen sich laufend in der für sie zutreffenden Stunde der feierlichen Kette des Lobpreises an, die auf diese Weise den ganzen Globus umspannt. Dieser Vorgang dauert weltweit 24 Stunden lang.

 

Nach 24 Stunden folgt für die ersten Sabbathalter dieser weltumspannenden Kette, der Sabbatschluss, der Abschied. Wieder meldet sich jeder mit den Worten: „Hier bin ich“! und der ganze Vorgang fängt von Neuem an. Wieder westwärts breitet sich über die ganze Erde ein anhaltender Lobpreis der treuen Sabbathalter aus, der dann wieder 24 Stunden dauert. Auf diese Weise strahlt von unserer Erde jede Woche eine besonders intensive Ehrerbietung unserem großen Gott, Schöpfer, Erhalter und Erlöser entgegen. Dieses herrliche Werk, das jede Woche insgesamt 48 Stunden dauert, wurde nur möglich, weil von unserem Schöpfer der Tageswechsel mit dem Sonnenuntergang eingeführt worden war.

 

„Wie gewaltig tief sind deine Gedanken, o HERR!“

 

Dieses monumentale Werk hat noch einen tieferen Sinn. Die Bibel gibt Auskunft über andere Planeten im Weltall, die auch bewohnt sind: „Darum seid fröhlich, ihr Himmel und die ihr in ihnen wohnt!“ (Offb 12,12).

 

Diese Bewohner des Alls haben alle die gleichen, unveränderlichen Gebote Gottes. Demnach dürfen wir davon ausgehen, dass deren Bewohner auch ihre Arbeitstage und ihren Feiertag, den Sabbat, haben, der auch mit dem Sonnenuntergang beginnt. Auch sie, so glaube ich, begrüßen ihren Schöpfer bei dieser besonderen Begegnung mit prächtigen Lobliedern.

Wenn man bedenkt, dass die verschiedenen Planeten, die von verschiedener Größe sind, und verschiedene Dauer bei ihren Umdrehungen haben, dann beginnt überall im Weltall der Sabbat nicht gleichzeitig. Wenn man von dieser Überlegung ausgeht, schallt aus dem ganzen Universum ununterbrochen ein gigantischer Lobpreis dem unfassbar mächtigen, liebevollen und ewigen Gott entgegen.

 

Noch mehr liegt im Sinn des mehrmals zitierten Leitwortes: „Wie gewaltig tief sind deine Gedanken, o HERR!“ Durch die permanente Wiederholung der Lobgesänge zum Sabbatanfang und Sabbatschluss, entsteht eine zusätzliche überdimensionale Frequenz, eine Schwingung, die verschiedenartig von jedem Planeten ausgeht.

 

Wie bekannt, ist ein bestimmter Bereich der Schwingungen hörbar als Schall. Ein Mensch, je nach Alter, hört von etwa 16 Hz bis zu 20 kHz. Manche Tiere hören Frequenzen die unterhalb und oberhalb dieser menschlichen Grenze liegen. Man kann annehmen, dass Gott, all die Frequenzen hört - auch die überdimensionalen, die ein Mensch nicht hören kann.

 

Man könnte also schlussfolgern, dass die unzähligen Planeten, auf denen ihre Bewohner im Rhythmus der Sabbate ihren Lobgesang darbringen, eine zusätzliche Melodie senden. Auch hier kann man sich vorstellen, dass Gott die Planeten so geschaffen und geordnet hat, dass sie zusammen ein monumentales Konzert bilden, dessen Partitur Gott selbst geschrieben hat.

 

Dieser Gedanke ist eine Schlussfolgerung aus den Bibelaussagen und der Kenntnisse von der Tontechnik. In wie weit diese richtig ist, überlassen wir der freien Entscheidung jedes Einzelnen.

Im Buch Hiob spricht Gott, der Schöpfer: „Dann aber redete Gott mit Hiob folgendes. Er antwortete ihm aus dem Sturm: ´Wer bist du, dass du meine Weisheit anzweifelst mit Worten ohne Verstand? Tritt mir gegenüber wie ein Mann, und gib mir Antwort auf meine Fragen! Wo warst du, als ich das Fundament der Erde legte? Sag es doch, wenn du so viel weißt! Wer hat ihre Maße festgelegt und wer die Messschnur über sie gespannt? Du weißt es doch, oder etwa nicht? Worin sind die Pfeiler der Erde eingesenkt, und wer hat ihren Grundstein gelegt? Damals sangen alle Morgensterne, und alle Gottessöhne jubelten vor Freude´“ (Hiob 38,1-7).

 

Und der König David ruft aus: „Köstlich ist es, den HERRN zu preisen, deinem Namen, o Höchster zu singen, des Morgens deine Gnade zu verkündigen und deine Treue in den Nächten, zur zehnsaitigen Laute und Zither, zum rauschenden Spiel auf der Harfe. Denn du hast mich fröhlich gemacht, o HERR, durch dein Walten, ich frohlocke  über das Werk deiner Hände“ (Psalm 92,1-5).

 

Und jetzt eine Frage an dich, lieber Mensch: „Wo warst du, als die Reihe an dich kam, um in das monumentale „Konzert“ zu Beginn des Sabbats mit deinem Lobgesang einzustimmen? „Wo warst du, als die Morgensterne Gott miteinander lobten und jauchzten alle Gottessöhne?“ (Hiob 38, 1-7). Warst du noch beim Einkaufen? Bei der Vorbereitung der Mahlzeit für den Sabbat? Hast du vielleicht noch die Wohnung geputzt oder dein Bad verrichtet? Warst du vielleicht gerade auf der Fahrt in den Urlaub, oder einfach um jemanden zu Besuchen?

 

Es steht doch geschrieben:  „Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt“ (2. Mose 20,9.10). Und weiter heißt es: „Was ihr backen wollt, backt, und was ihr kochen wollt, kocht! ... Sechs Tage sollt ihr es sammeln (einkaufen), aber am siebten Tag ist Sabbat, da gibt es nichts“ (2. Mose 16,23.26).

 

Hattest du, demnach, eine heilige Atmosphäre vorbereitet, und warst du dabei, den besonderen Segen Gottes, den Er dem treuen Sabbathaltern versprochen hat, in Empfang zu nehmen? Jesaja spricht im Kapitel 58,13.14 folgendes:

 

„Wenn du deinen Fuß vom Sabbat zurückhältst, deine Geschäfte an meinem heiligen Tag zu treiben, und nennst den Sabbat eine Wonne und den heiligen Tag des HERRN ehrwürdig, und wenn du ihn ehrst, so dass du nicht deine Gänge machst, deinem Geschäft nachgehst und eitle Worte redest, dann wirst du deine Lust am HERRN haben. Und ich werde dich einherfahren lassen auf den Höhen der Erde und werde dich speisen mit dem Erbteil Jakobs, deines Vaters. Ja, der Mund des HERRN hat geredet.“

 

Denke an die Begegnung mit dem Gott der Liebe am heiligen Sabbattag! Vergiss es nicht bei Sonnenuntergang in deinem Ort, wo du dich gerade befindest, dich bei Gott mit deinem Lobpreis rechtzeitig zu melden: „Hier bin ich!“