Es war alles sehr gut!

Wer mit offenen Augen durch die Natur spazieren geht, kann immer wieder neue Schönheiten in Feld und Wald entdecken. Die vielen Formen, Farben, Düfte und Klänge erfreuen das Herz. Alles weist auf einen vollkommenen Bau und perfekte Funktion hin.

 

Besonders auffallend ist die Symmetrie sowohl in der Fauna wie auch in der Flora. Schaut man daraufhin prüfend die Tiere, Bäume, Blumen und Insekten an, wird man beobachten, dass alle Gestalten eine perfekte Symmetrie aufweisen.

 

Was einen aufmerksamen Beobachter besonders staunen lässt, ist die Tatsache, dass alle Details in der Natur in ihrer Form und Funktion höchst komplex sind. Es ist egal, ob es sich um einen Elefanten oder eine Biene handelt, der großartige Komplex der Funktionen einzelner Objekte ruft Bewunderung hervor.

Ein besonders großes Gebiet für das Studium der Komplexe ist das Erforschen des Gehirns einzelner Wesen. Als Beispiel sei hier das Gehirn einer Biene erwähnt. Der Kopf ist bei ihr etwa so groß wie der Kopf einer Stecknadel. Dem entsprechend ist das Gehirn noch wesentlich kleiner. Dieses winzig kleine Gehirn besteht aus einer Million Nervenzellen. Diese Zellen liegen nicht im Kopf einfach so als ein großer „Haufen“, sondern sind sorgfältig geordnet und untereinander sinnvoll verknüpft. Dank dieses Systems kann die Biene Farben, Düfte, Formen usw. lernen und sich bis zu sieben Monaten merken. Auf Grund dieser Beobachtungen vermuten die Wissenschaftler, dass eine Biene im Schlaf auch träumt.

 

Die im großen Stil geformten Gelenke, Sehnen und Muskeln eines Elefanten sind beeindruckend. Wenn aber ein winzig kleines Insekt mikroskopisch kleine Gelenke, Sehnen und Muskeln hat mit denen es schnell laufen, klettern und fliegen kann; wenn aus seinem noch viel winzig kleineren Ei wieder das gleiche Insekt gebildet wird, bleibt uns nur großes Staunen und tiefe Bewunderung.

 

Jedes Tier und auch jede Pflanze besteht aus Milliarden von mikroskopisch kleinen Bausteinen – den Zellen. Jede einzelne Zelle ist eine chemische Fabrik und jede Zelle beinhaltet in den Chromosomen ein komplettes Programm für die Bildung ihrer „Nachkommen“.

 

Solche großartigen Beispiele in der Natur gibt es unendlich viele. Dies alles soll entweder durch Kreation oder durch Evolution entstanden sein. Kein Mensch war bei der Entstehung der Natur dabei, um sagen zu können: „Ich weiß es!“ Sowohl die Kreation als auch die Evolution kann nur durch den Glauben wahrgenommen werden. Jedoch muss man sich die Frage stellen, welche der beiden Annahmen größeren Glauben erfordert. Ist es diese, dass alles durch Zufälle, Selektion in einem Zeitraum von Milliarden Jahren entstanden ist, oder jene, dass alle diese Wunder ein hoch intelligentes fähiges Wesen in Seiner unbegreiflichen Weisheit und Macht erschaffen hat? Diese Entscheidung wird dem geschätzten Leser überlassen.

 

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Entstehung der Erde nach den Berichten der Bibel. Moses, der seinen biblischen Bericht auf Grund einer göttlichen Eingebung verfasst hat, lebte etwa 2500 Jahre später nach der Erschaffung unserer Erde. In seinem Bericht benutzt er Begriffe, die in seiner Zeit bereits bekannt waren. Z. B. unterscheidet er das Vieh von wilden  Tieren. Er nennt Länder, durch die Flüsse fließen und spricht von manchen Bodenschätzen der Erde. Bei der Entstehung der Erde konnten diese Einzelheiten noch nicht bekannt gewesen sein.

 

Bei der Betrachtung des biblischen Schöpfungsberichts ist es wichtig zwischen zwei hebräischen Worten zu unterscheiden: „bara“ = ins Dasein rufen, was keine Vorexistenz hatte; und „asah“ = machen, formen, einordnen in Verbindung mit bereits existierenden Dingen.

 

Es ist wichtig im ersten und dritten Vers des ersten Buches Mose einen sachlichen Unterschied zu beachten. Im ersten Vers steht: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ und im dritten Vers: „Und Gott sprach: Es werde Licht!“ Durch den Ausdruck: „Und Gott sprach“ wird offensichtlich, dass hier ein neuer Abschnitt der Kreation anfängt. Demnach handelt es sich hier um zwei große Ereignisse. Die Theologen sprechen von einer primären und sekundären Schaffung. Wie viel Zeit zwischen den beiden Abschnitten liegt, weiß keiner. Eins aber ist sicher: es fand in dieser Zeit keine Evolution statt, denn das ließe sich nicht mit logischem Denken vereinen.

 

Es ist gut vorab zu wissen, dass beim Lesen der ersten zwei Kapitel scheinbare Diskrepanzen bestehen. Am ersten Tag und dann wieder am vierten Tag wird Licht geschaffen. Es wird von der Entstehung des Himmels im ersten Vers und dann wieder im achten Vers berichtet. Im ersten Kapitel wird von der Erschaffung des Menschen berichtet nachdem die Pflanzen- und Tierwelt bereits da war; im zweiten Kapitel aber heißt es, dass der Mensch vor der Pflanzen- und Tierwelt lebte. Auch die Sache mit der Zeit der Erschaffung Evas ist auf dem ersten Blick nicht klar definiert.

 

 Eine systematische Betrachtung des ganzen Schöpfungsberichts, der ersten zwei Kapitel des Buches Genesis (nach verschiedenen Übersetzungen), kann diese Diskrepanzen lösen.

 

So ist die Schöpfung „Erde“ entstanden:

 

1.Mo.1,1.2: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ So steht es im Hebräischen. In manchen Übersetzungen heißt es: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ Hier muss der Unterschied beachtet werden. „Am Anfang“ würde bedeuten: „ab einem bestimmten Zeitpunkt“. „Im Anfang“ bedeutet: „es gibt für diesen Vorgang keinen festen Zeitpunkt sondern vielmehr einen Zeitraum“. In diesem Zeitraum schuf Gott die Himmel, nicht so einen Himmel wie am zweiten Tag der Schöpfung, sondern mehrere Himmel – den Kosmos – und unter anderem dann auch unsere Erde.

 

„Die Erde aber war wüst und leer (hebräisch תהו ובהו tōhū ṿāṿōhū meist übersetzt mit ‚wüst und leer), und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.“ In diesem Vers ist es hilfreich zu beachten, dass über diesem angeblichen Tohuvabohu der Geist Gottes schwebte. Wie bekannt, ist der Geist Gottes keine tote Materie sondern lebendige Kraft. In Anwesenheit dieses überschwänglich kräftigen Geistes Gottes geschieht immer etwas Großartiges.

 

Was Gott damals mit diesem Tohuvabohu gemacht hat, wird nicht berichtet und deshalb weiß es keiner. Vielleicht aber sind damals die verschiedenen Bodenschätze entstanden, die sich in der Erde befinden? Man könnte dieses Geschehen vielleicht mit der Arbeitsweise eines  Bäckers vergleichen, der den Teig für ein Brot bereitet und ihn dann in eine dunkle Ecke stellt. In dieser Zeit ändert sich die Struktur des Teiges – er reift. Wenn er genug ausgereift ist, nimmt der Bäcker ihn wieder und formt den Teig zu einem Brotleib. So könnte auch der Schöpfer nach einer gewissen Zeit erst die Erde zur weiteren Bearbeitung wieder vorgenommen haben.

 

Der erste Tag:

 

1.Mo 1,3-4: „Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Gott sah das Licht, dass es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht.“ Mit der Aussage im dritten Vers, „Und Gott sprach“, beginnt ein neuer Abschnitt der Entstehung unserer Erde.

 

Die Entstehung des Lichts am ersten Tag steht im Widerspruch zur Erschaffung der Sonne am vierten Tag. Was war das für ein Licht, das Gott am ersten Tag schuf, durch das Tag und Nacht entstanden waren? Es ist wichtig zu beachten, dass es sich bei der Schöpfung um materielle Dinge handelt und nicht um symbolische, mit denen man diese Bibelstelle oftmals erklären will.

 

Eine mögliche Deutung der Schöpfung am ersten Tag: Wie bekannt, ist das Weltall unendlich groß und die winzig kleinen Sterne, die wir am Himmel sehen, sind in Wirklichkeit unvorstellbar große Sonnen und ganze Galaxien, die sich im Kosmos sehr weit entfernt befinden. Würde man die Erde noch weiter entfernen, würden die Sterne immer kleiner bis sie nicht mehr zu sehen wären und die Erde geriete in eine völlige Dunkelheit.

 

Eine andere Möglichkeit wäre, die Erde in einem kosmischen  „Schwarzen Loch“ zu deponieren, um sie dort reifen zu lassen. Entweder in weite dunkle Entfernung oder in ein „Schwarzes Loch“ hat Gott unsere Erde zum Reifen in eine völlige Dunkelheit gebracht.

 

Was hat nun Gott eigentlich am ersten Tag gemacht? Er hat die gereifte Erde aus dem dunklen Ort zu sich in das Licht des Weltalls gebracht, um sie weiter zu bearbeiten. Er gab  ihr die Rotation, mit der sie sich zum Licht der weit entfernten Sterne oder zur dunklen Seite drehte, aus der sie kam. So entstand, obwohl nur im schwachen Licht, der Abend und der Morgen.

 

1.Mo 1,5: „Und es wurde aus Abend, und es wurde aus Morgen: ein Tag.“ Das ist die klare Definition eines realen Tages: Demnach besteht ein Tag aus einem Abend und einem Morgen – also aus 24 Stunden. Mit diesen Worten endet jeder Tag der Schöpfung. Schlussfolgern kann man daraus, dass die sekundäre Schöpfung buchstäbliche sechs Tage dauerte.

 

 Dieser Gedanke der Auslegung wird unterstützt durch die Aussage im Buch Hiob 38,19.20: „Welches ist denn der Weg zu den Wohnungen des Lichts, und wo hat denn die Finsternis ihren Ort, dass du sie bis zu ihrer Grenze bringen und die Pfade zu ihrem Haus kennen könntest?“

 

Der zweite Tag

 

 1.Mo 1,6-8: „Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag.“

 

 Die ganze Erde war mit Wasser bedeckt. Am zweiten Tag hob Gott einen Teil dieses Wassers hoch über die Erde, so dass die Erde von einem Wassergürtel eingehüllt wurde. Diesen gigantischen Raum zwischen diesen Wassern nannte Gott Himmel, den wir heute als unsere  Atmosphäre bezeichnen.

 

 Dieser Wassergürtel, der im 1.Mose 7,11 und 8,2 als die Fenster des Himmels bezeichnet ist, schuf Gott zur Isolation gegen die Kälte und schädliche Strahlungen des Alls. Dadurch hatte die Erde ein ausgewogenes mildes Klima, optimal geeignet für ein gesundes und angenehmes Leben ohne krasse Wärmeunterschiede, die negativ auf das Wetter, auf die Gesundheit und das Altern der Menschen wirken.Weil dort oben die Kälte von minus 273 °C herrscht, wurde dieses Wasser zu Eis.

 

Dieser Gürtel ist in der Bibel als die Fenster des Himmels bezeichnet: „Im sechshundertsten Lebensjahr Noahs, am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der großen Tiefe auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich.“ (1.Mo 7,11) „Und es schlossen sich die Quellen der Tiefe und die Fenster des Himmels, und der Regen vom Himmel her wurde zurückgehalten.“ (1.Mo 8,2)

 

Forscher haben festgestellt, dass sich in der obersten Schicht der Erdatmosphäre riesige Eisbrocken befinden. Sie vermuten, dass diese Eisbrocken aus dem All kommen. (Siehe Google unter: Eisbrocken in der Erdatmosphäre) Mag sein. Aber man kann, in Verbindung mit der Biblischen Sintflut, an die Reste des Eis-Erdgürtels denken, der am zweiten Schöpfungstag geschaffen wurde und bei der Sintflut aufbrach.

 

Ein Einschub in Verbindung mit dem oben betrachteten Eisgürtel der Erde. Es ist eine Tatsache, dass an verschiedenen Orten der Erde im so genannten ewigen Eis, unverweste Mammuts gefunden wurden. Man hat festgestellt, dass sie plötzlich ums Leben kommen mussten, da sie noch frisches Gras im ihren Magen hatten. In Verbindung mir der Sintflut ist folgendes Bild vorstellbar: Der Himmelgürtel bricht auf. Große Eismassen bewegen sich durch die warme Atmosphäre, der auch warmen Erde zu. Das erste Eis schmilzt und bedeckt die Erde, samt der Mammuts, mit Wasser. Es kommt immer weiterer Nachschub von Eisregen. Das Wasser wird immer kälter, bis es wieder einfriert, samt allem was darin ist. Dieser Prozess verläuft sehr schnell, sodass die Mammuts in diesem ewigen Eis über tausende von Jahren unversehrt erhalten blieben.

 

Der dritte Tag

 

1.Mo 1,9.10: „Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte (Plural), dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war.“

 

 Nach genauem Lesen bemerkt man, dass Gott nicht nur eines sondern mehrere Meere schuf. Dieser Gedanke wird unterstürzt von dem Vers in Ps 24,1.2: „Ein Psalm Davids. Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner; denn Er hat ihn gegründet über den Meeren (Plural) und befestigt über den Strömen.“

 

 Es gab auf der Erde schon verschiedene Binnenmeere und war damit ein abwechslungsreiches Gebilde von kleineren und größeren Meeren und Ländern. Dadurch waren die Wege vom Festland zu den Meeren nicht unendlich lang. Später dann zur Zeit des Peleg nahm Gott die gewaltige Teilung der Erde durch die Ozeane vor. „Eber zeugte zwei Söhne. Einer hieß Peleg, darum dass zu seiner Zeit die Welt zerteilt ward…“1Mo 10,25

 

Es war nicht selbstverständlich, dass das Wasser immer nur bis an das Ufer reichte und nicht darüber hinaus. Dieses Gesetz der Gravitation hatte Gott in sein schöpferisches Werk eingebaut. Hiob 38,8-11: „Wer hat das Meer mit Schleusen verschlossen, (…) ihm seine Grenze zog und Riegel und Tore einsetzte und sprach: »Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter; hier soll sich der Stolz deiner Wellen legen«?“

 

 1.Mo 1,11-13: „Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras sprießen und Gewächs, das Samen hervorbringt, fruchttragende Bäume auf der Erde, von denen jeder seine Früchte bringt nach seiner Art, in denen ihr Same ist! Und es geschah so. Und die Erde brachte Gras und Gewächs hervor, das Samen trägt nach seiner Art, und Bäume, die Früchte bringen, in denen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.“

 

Gott schuf nicht Pflanzen und Bäume mit Früchten zur einmaligen Ernährung sondern in den Früchten Samen zu weiteren Vermehrung. Daraus folgt, dass die Erde nicht nur für eine kurze Zeit geschaffen worden war, in der sich die Früchte verbrauchen würden, sondern für die Ewigkeit mit der Garantie von immer neuen Früchten.

 

 Gott schuf nicht nur eine Grundnahrung, auch wenn sie mit allen Nährstoffen gefüllt gewesen wäre, sondern eine Nahrung die sich durch eine Vielfalt auszeichnet - in verschiedenen Gattungen und Inhalten mit Mineralien und Vitaminen in unterschiedlichen Formen, Geschmacksarten, Farben und Aromen, in weicher und in knackiger Ausführung, usw.. Die Flora ist so abwechslungsreich, dass es schwer ist, sie in vollem Ausmaß zu begreifen.

 

Der vierte Tag

 

1.Mo 1,14-19: „Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht, die sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung der Zeiten und der Tage und Jahre, und als Leuchten an der Himmelsausdehnung, dass sie die Erde beleuchten! Und es geschah so. Und Gott machte die zwei großen Lichter, das große Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht; dazu die Sterne. Und Gott setzte sie an die Himmelsausdehnung, damit sie die Erde beleuchten und den Tag und die Nacht beherrschen und Licht und Finsternis scheiden. Und Gott sah, dass es gut war. Und es wurde aus Abend, und es wurde aus Morgen: der vierte Tag.“

 

In dieser Kreation Gottes wird im Hebräischen das Wort „asah“ angewendet, was „machen, formen, einordnen“ bedeutet. So wie der rohe Planet Erde schon vor der Sechstage-Schöpfung da war, ist nach dieser Art der Betrachtung anzunehmen, dass Gott auch unser Sonnensystem schon früher geschaffen hatte. Das würde dann heißen, dass am vierten Tag Gott unsere Erde in eine haargenau bestimmte Position unseres vorher geformten Sonnensystems – den Orbit – hineinführte. Ab diesem Tag war das Licht für die Erde nicht nur das schwache Licht des weit entfernten Gestirns, sondern die Ausstrahlung des Lichts und der Wärme unserer Sonne.

 

Aus dem Bericht über den vierten Tag der Schöpfung kann noch eine interessante Sache erkannt werden. Über den Mond heißt es, dass er zur Leuchte in der Nacht bestimmt war. Das würde heißen, dass die Bahn des Mondes um die Erde anders gewesen sein müsste, denn heute scheint der Mond nicht immer die ganze Nacht. Die Ursache dafür liegt in der geneigten Achse der Erde. Daraus resultiert, dass die Erdachse am Anfang anders lag, was zur Folge hatte, dass es keinen Wechsel der Jahreszeiten gab.

 

Der fünfte Tag

 

1.Mo 1,20-23: „Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. Und Gott schuf große Walfische und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten (mit Schwingen) Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.“

 

Interessant ist die Bemerkung im Text, dass es sich um Vögel handelt, die gefiedert sind, und im hebräischen Grundtext um Vögel, die mit Schwingen ausgestattet sind. Es ging also um Tiere einer besonderen Art, die dank ihrer leichten Bauart aus Federn und Fittichen, zum Fliegen geschaffen wurden.

 Weiter steht geschrieben: „Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden. Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.“ (1.Mo 1,22)

 

 Es ist nicht annehmbar, dass Gott zu den Tieren spricht als wären sie fähig die Aufgabe  zu verstehen. Vielmehr geht es hier um einen schöpferischen Akt Gottes, in dem Er diesen Tieren die Fähigkeit zur Fortpflanzung gab.

 

Der sechste Tag

 

1.Mo 1,24.25: „Und Gott sprach: Die Erde bringe lebende Wesen hervor nach ihrer Art: Vieh und kriechende Tiere und wilde Tiere der Erde nach ihrer Art! Und es geschah so. Und Gott machte die wilden Tiere der Erde nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alle kriechenden Tiere auf dem Erdboden nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war.“

 

 Hier irritiert die Einteilung in Vieh und wilde Tiere. Wie schon anfangs erwähnt, verfasste Mose diesen Bericht als die Unterteilung von Tieren in verschiedene Arten bereits da war, also auch diese in Vieh und wilde Tiere. Dadurch wurde dem Leser klar gemacht, dass Gott alle diese Tiere geschaffen hat.

 

Die Erschaffung von Adam und Eva:

 

Um sich besser orientieren zu können, wird im Weiteren statt Mensch immer das hebräisches Wort „Adam“ gebraucht. Das Wort „Adam“ bedeutet Mensch und diese Bezeichnung wurde zum Namen. Diese Art der Namensgebung ist nichts Ungewöhnliches. Z.B. hatte jemand eine Mühle, wurde er „Müller“ genannt und dieser Beruf wurde später zu seinem Namen. Backte jemand Brot, bekam er später den Namen „Bäcker“ – usw.

 

1.Mo 1,26a: „Und Gott sprach: Lasst uns Adam machen in unserm Bild, uns ähnlich!“ Bis jetzt hieß es: „Und Gott sprach“ (Singular); „und Gott machte“ (Singular). Aber bei der Erschaffung des Menschen beteiligen sich plötzlich zwei Personen. Wie ist das zu verstehen?

 

Im  Johannes-Evangelium, im ersten Kapitel, befindet sich ein Bericht von großer Bedeutung. „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und göttlich war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“

 

Im Kontext dieses Kapitels ist folgende Szene denkbar: Gott ruft Seinen Sohn in Seine Residenz. Dort gibt Er Seinem Sohn die Absicht bekannt, einen neuen Planeten zu erschaffen. Gott beauftragte mit diesem Werk Seinen Sohn und gab Ihm die notwendige Macht dazu. Mit anderen Worten: Der Sohn Gottes wurde zum Baumeister im Dienst seines Vaters bestimmt. Als es aber um die Erschaffung des Menschen ging, wollte Gott, der Vater, persönlich dabei sein. Das war eine sehr hohe Wertschätzung und Auszeichnung für den zukünftigen Menschen, den Vertreter Gottes über die gesamte Natur sowie Kreatur.

 

1.Mo 2,7: „Da machte Gott der HERR den Adam aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward Adam ein lebendiges Wesen.“ Gott bildete zwar aus der Erde den Menschen, aber er begann erst zu leben als Gott ihm Seinen Hauch des Lebens gab.

 

Das ist eine wichtige Feststellung. Die Vertreter der Evolution machten manche Versuche, in denen sie eine lebendige Zelle schaffen wollten. Sie verwendeten zwar alle Stoffe, die zu einer Zelle gehören, aber sie ist nie lebendig geworden. Das ist ein klarer Beweis dafür, dass das Leben nur von Gott kommt.

 

Die folgende Interpretation der Texte die Erschaffung des Menschen betreffend weicht zwar von der traditionellen Auslegung ab, basiert aber auf einer genaueren Übersetzung und auf logischem Denken.

  1.Mo 1,26a: „Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns ähnlich! (Elberfelder-Übersetzung)

 

 Der Text nach der Interlinearübersetzung Hebräisch-Deutsch lautet folgendermaßen:

 

1.Mo 1,26a: „Dann sprach Gott: Machen wollen wir einen Adam in unserem Ebenbild, nach unserem Gleichnis!“

 

Schauen wir uns die Unterschiede zwischen den beiden Texten an. Im ersten heißt es: „Lasst uns Menschen (Plural) machen“; im zweiten: „Machen wollen wir einen Adam (Mensch) (Singular)“ In der ersten heißt es: „in unserem Bild, uns ähnlich“; in der zweiten: „in unserem Ebenbild nach unserem Gleichnis. Ein Ebenbild ist nicht Original und das Gleichnis eines Ebenbildes ist es noch weniger.

 

Über Gott steht geschrieben: „Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer (Heb 12,29); und „Der allein Unsterblichkeit hat, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann.“ (1.Tim 6,16)  Demnach kann Gott nicht als Persönlichkeit ein Ebenbild für den Menschen sein, sondern er soll das Ebenbild und Gleichnis Seines Charakters widerspiegeln.

 

1.Mo 1,27: „Da schuf Gott den Menschen (Adam) (Singular) in seinem Ebenbild; im Ebenbild Gottes schuf Er ihn (Singular). Männlich und weiblich schuf Er sie (Plural).“ An dieser Stelle muss noch einmal klar gestellt werden, dass überall wo „Mensch“ übersetzt wird, im Hebräischen „Adam“ geschrieben steht. Zwar bedeutet „Adam“, Mensch, aber Eva, die auch ein Mensch war, wird nicht Adam genannt sondern „Ishshah“. „Und sie waren, beide von ihnen, nackte, der Adam und seine Frau.“ (1.Mo 2,25 Interlinear.)

So ist es offenkundig, dass überall wo Adam geschrieben steht, der erste Mensch Namens Adam gemeint ist. Hier kommen wir zu einem sehr ungewöhnlichen Gedanken. Wenn es heißt „Männlich und weiblich schuf Er sie“, müsste es sich eigentlich nur um eine und dieselbe Person – dem Adam – handeln, der gleichzeitig männlich und weiblich gestaltet war. Diese Auslegung wird durch folgenden logischen Gedankengang unterstützt.

 

Sollte Eva am selben Tag geschaffen worden sein wie Adam, wie könnte sich das vorher abgespielt haben, was dasselbe Kapitel noch berichtet:

 

1.Mo 2,19.20: „Und Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu dem Menschen (Adam), dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie der Adam jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen. Und Adam gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Adam ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wäre.“

 

Stellen wir uns vor, was am sechsten Tag der Schöpfung (in 24 Stunden) stattgefunden haben sollte, um zu entscheiden, ob das so möglich gewesen wäre.

 

Als erstes schuf Gott das Vieh, die Tiere des Feldes und die Kriechtiere. Weiter schuf Gott den Adam. Dann brachte Gott alle Geschöpfe zu ihm, damit er sie nach ihrer Art und Weise benennen sollte.  Dabei wurde ihm bewusst, dass alle Tiere immer zwei Geschlechter haben. Aber vergeblich wurde für ihn selbst eine Partnerin gesucht. Dieser Satz macht deutlich, dass Adam nicht alleine seinesgleichen gesucht hat. Waren es vielleicht die Engel, die bei der Suche geholfen haben?

 

Nachdem Adam diesen Mangel allein Mensch zu sein gespürt hatte, schuf Gott aus seiner Rippe seine Frau. Als Adam sie dann sah, war er sehr erfreut: „Da rief der Adam: Das ist endlich (diesmal) Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch!“ (1.Mo 2,23)

 

Nicht nur, dass es für Adam unmöglich gewesen wäre, alles das oben Geschilderte an einem Tag zu bewältigen, wie hätte er auch noch eine so große Sehnsucht nach seinesgleichen entwickeln können. Es wäre auch völlig unlogisch in den wenigen Stunden, die noch am sechsten Tag geblieben waren, so viel Arbeit mit viel Stress zu bewältigen; geschweige denn eine so herrliche Aufgabe wie die Beobachtung der Tiere in ihren Eigenschaften und der entsprechenden Namengebung zu vollbringen.

 

1.Mo 1,28: „Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und füllt die Erde, und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf der Erde regen!“

 

 Diese Worte Gottes sind eine schöpferische Befähigung der Menschen zur Fortpflanzung und ein Auftrag weise über die Natur zu herrschen.

 

Zusammengefasst: „Gott schuf den Adam männlich und weiblich.“ Dann machte Gott aus diesem einen Körper zwei Personen: einen Mann und eine Frau, um sie dann wieder zusammenzuführen, diesmal in einem imaginären Körper. Auf diese Weise entstand ein Paar, das genau zueinander passte und sich gegenseitig in einem abwechslungsreichen, fröhlichen und glücklichen Miteinander ergänzen konnte.

„Darum wird ein Mensch (im griech. Grunttext) Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und es werden die zwei ein Fleisch sein. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.“ (Mt 19,4-6)

 

Dies ist eine besondere Ethik, die Gott für die Menschen bestimmt hat. Mit solch einer Zusammenführung möchte Gott allen Menschen dienen, denn nur Er weiß, welcher Mann und welche Frau zusammen passen, um für immer glücklich zu leben. Er allein weiß, wo der richtige Partner fürs Leben zu finden ist. Es ist höchst erforderlich für diese so wichtige Wahl des Lebens den allwissenden Gott im Gebet zu befragen!

 

Anfangs ist noch eine Frage offen geblieben – die Diskrepanz zwischen dem ersten und dem zweiten Kapitel des Buches Genesis. „Zu welchem Zeitpunkt war Adam geschaffen worden – vor oder nach der Erschaffung der Flora und Fauna?“

 

 1.Mo 1,26.31: „Und Gott sprach: Lasset uns Adam machen, (…) Und Gott schuf den Adam zu seinem Bilde, (…) Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.“ Dem gegenüber steht die Aussage in 1.Mo 2,5-7.19:

 

„Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; (…) und kein Mensch war da, der das Land bebaute; (…) Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase.“

 

(…) „Und Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere auf dem Felde und alle die Vögel unter dem Himmel und brachte sie zu Adam, dass er sähe, wie er sie nennte; denn wie Adam jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen.“ Dem entsprechend war Adam bereits da. Was nun?

 

Das erste Kapitel beschreibt die Erschaffung der ganzen Erde. Im zweiten Kapitel schaut Adam zu, wie vor seinen Augen Gott sein Zuhause baut – den Garten Eden mit all seinen Pflanzen, Sträuchern und Bäumen und den Tieren, die Gott in den Garten hineinführt. Wie viel Zeit zwischen dem sechsten Tag der Schöpfung und dem Bau des Gartens Eden liegt weiß keiner. Das muss für Adam ein großartiges Spektakel gewesen sein.

 

So ein Spektakel wird sich einmal vor den Augen der Erlösten abspielen. Auf den Mauern des neuen Jerusalems werden sie zuschauen, wie ihr König die Erde nach der Reinigung durch das Feuer wieder neu entstehen lässt.

 

Zu dem „Es war alles sehr gut“ gehören noch drei Elemente:

 

1)  Um den Menschen vollkommen zu machen, pflanzte Gott dem Menschen die größte aller Eigenschaften in sein Herz– die Liebe. Um die Liebe im Einzelnen richtig zu deuten, wurden die Menschen mit der göttlichen Definition der Liebe belehrt. Das geschah durch die Bekanntmachung mit dem ewig gültigen Sittendekalog des Himmels - den zehn Geboten Gottes. Joh.14,15. „Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten.“

 

2)  Der Mensch wäre auch nicht vollkommen gewesen, hätte er nicht einen freien Willen zur Entscheidung zwischen „gut“ und „böse“ bekommen. Das hatte Gott gewährleistet, indem er einen Baum im Zuhause des Menschen aufstellte, von dem er nicht essen durfte, ohne daraufhin sterben zu müssen. Die Wahl zwischen Gehorsam und Ungehorsam dem Gebot Gottes gegenüber hing allein von der freien Entscheidung des Menschen ab.

 

„Und Gott, der HERR, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du essen; aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du des Todes sterben!“ (1.Mo 2,16.17)

 

 3) Als später Adam und Eva von diesem verbotenen Baum aßen, starben sie nicht. Warum blieben sie am Leben?

 

 Bei der Planung der Erschaffung unserer Erde, wurde gleichzeitig ein großartiger Erlösungsplan verfasst. Der Plan für die Erlösung sah vor, dass der Mensch, der sich nicht an das Gebot halten würde als Folge dessen sterben müsste, aber eine zweite Chance bekäme ewig mit dem Schöpfer zu leben, denn an seiner Stelle würde der Sohn Gottes Sein makelloses Leben opfern, um anstelle des sündigen Menschen zu sterben. Damals, in der Residenz Gottes, hatte der Herr Jesus, der Sohn Gottes, zu diesem Erlösungsplan Sein Jawort gegeben. Weil Er zu seinem Wort fest und unwandelbar steht, wirkte dieses Wort so, als wäre er bereits damals geopfert worden. Deshalb bekamen die Menschen die Chance noch weiter leben zu dürfen, um im Glauben an die Liebe und Fürsorge des Sohnes Gottes, ein Leben des Gehorsams zu führen, das sie vom ewigen Tod erretten würde.

 

 1.Pe 1,20 „Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt wurde, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen.“ Of 13,8: „Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist, von Grundlegung der Welt an.“  „Denn das Gesetz (der Opferung) wurde durch Moses gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden“ (Joh 1,17). Die Gnade steht offen für jeden, der nach begangener Sünde Reue, Buße und Umkehr zeigt.

 

Der Mensch wurde zum ewigen Leben geschaffen. Wie ist das zu verstehen, wenn doch über Gott geschrieben steht, dass nur Er allein unsterblich ist. Zum Leben braucht der Organismus eine entsprechende Nahrung. Die war von Anfang an genügend vorhanden. Und doch starb der Mensch nach etwa neunhundert Jahren. Wieso?

 

Nach der begangenen Sünde und der Vertreibung aus dem Garten Eden hatte der Mensch keinen Zutritt mehr zum Baum des Lebens, der in der Mitte des Gartens Eden stand. Man kann daraus schließen, dass die Frucht dieses Baumes einen zusätzlichen Stoff beinhaltete, der notwendig war, um die Zellen eines lebendigen Organismus dauernd am Leben zu erhalten.

 

Als die Schöpfung beendet war, heißt es: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut!“ (1.Mo 1,31) Ja, und dann als sich die Sünde auf unserer Erde einnistete und verbreitete, ging es mit allem bergab, was vorher sehr gut war. Es kamen Krankheiten und der frühe Tod; Ungerechtigkeit, Gewalt und Kriege; die Ordnungen in der Natur gerieten aus den Fugen. Die ganze Schöpfung durchzog eine allgemeine Degeneration und verdarb, was einmal sehr gut war.

 

Die Bibel berichtet, dass dieser Zustand der Degeneration und des Todes nicht für immer bleibt. „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen.“ (Of 21,1) Weil am Anfang alles sehr gut war, ist es offenkundig, dass die neue Erde wieder gleich sein wird wie die erste nach der Schöpfung. Jede Abweichung würde den Verdacht wecken, dass es damals nicht sehr gut war und dass Gott nachbessern müsste.

 

In der neuen Welt wird noch etwas sehr Wichtiges aus der alten Welt bleiben. Als Gott alle kreative Arbeit beendet hatte, steht in 1.Mo 2,2.3 geschrieben: „Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte.“

 

Der siebte Tag – der Sabbat – ist ein Gedächtnis an das große Schöpfungswerk Gottes und zusätzlich als Gedenktag der Erlösung, denn am Sabbat ruhte der Herr Jesus im Grabe. Dieser Tag bleibt weiterhin auch auf der erneuerten Erde als Siegel der Macht und Gnade Gottes bestehen: „Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir bestehen, spricht der HERR, so werden eure Nachkommen und euer Name bestehen. Und es wird geschehen: Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat wird alles Fleisch kommen, um vor mir anzubeten, spricht der HERR.“ (Jes 66,22.23)

 

Durch die ewige Beständigkeit des Sabbattages

 

wird Gott als der Schöpfer und Erhalter der Kreation „Erde“ und als Erlöser der Menschheit anerkannt und verehrt!